 |
|
|
|
Auf
ein Experiment ganz anderer Art lässt sich Eberhard Schoener
1985 ein. Weltausstellung in Tsukuba/Japan. Jede Nation hat
einen Tag, an dem sie durch besondere Events ihr jeweiliges
Land attraktiv darstellen wird. Den Tag im deutschen Pavillon
gestaltet Eberhard Schoener. Es ist sein erstes simultanes Satelliten-Konzert.
In München im BMW Pavillon sitzen Musiker, die zusammen mit
den Künstlern in Tsukuba ein Werk Eberhard Schoeners aufführen
werden. Die Technik wird von Japanern gestellt und gleich bei
der ersten Sitzung erfährt Eberhard Schoener, wie wichtig Visitenkarten
sind. |
|
Japaner sind keine Freunde von Improvisationen im Gegensatz
zu Eberhard Schoener, der durch seine vielen Projekte erfahren
hat, wie wichtig diese sein können. Man nähert sich langsam
an und als der Tag des Konzertes da ist, lassen sich die Japaner
auch nicht von der schrillen Nina Hagen durcheinander bringen.
Sie singt ihre Version von "Carmen" und Lieder von
Brecht/Weill. Musiker in Tsukuba und in München spielen gleichzeitig
zusammen (Jens Fischer, George Kochbek, Achim Gieseler und Michael
Cretu). |


|
Zur
gleichen Zeit war Sting in Tokio und traf dort im Hotel Eberhard
Schoener. Schon seit einiger Zeit wollten beide zusammen einen
Konzertabend mit Songs von Brecht/Weill machen. Sting singt
im Hotelzimmer den "Mackie Messer" und diese Aufnahme
wird auch am deutschen Tag der Expo für die ARD zugespielt.
Ein Jahr später klappt es. Konzert im Hamburger Schauspielhaus:
Popstars singen Brecht/Weill. Eberhard Schoener reist nach New
York. Sting will alle Songs auf deutsch singen. Eine Woche proben
sie zusammen. Als Polly aus der "Dreigroschenoper"
tritt Gianna Nannini auf und zieht zum ersten mal auf der Bühne
einen Rock an! Noch dabei: Jack Bruce, das Orchester der Hamburger
Staatsoper und der Schauspieler Tilo Prückner, der die verbindenden
Texte spricht. |
|
|
 |