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2000 - heute

Seit Jahren liegt in Neunkirchen (Saarland) das Stahlwerk still. 1989 nimmt der damalige Ministerpräsident Oskar Lafontaine die Anregung Eberhard Schoeners auf, dort eine Industriesinfonie aufzuführen, für eine Nacht das Stahlwerk noch einmal zum Leben zu erwecken. Mit einer riesigen Lightshow werden die Stahltürme beleuchtet, auf der Bühne spielt das Saarländische Staatsopernorchester mit Rockmusikern, eine Blaskapelle tritt auf, Elektronik. Gianna Nannini singt italienische Revolutionslieder, Jack Bruce Songs von Brecht/ Weill - die Kumpels sind begeistert. Der Saarländische Rundfunk überträgt die Sinfonie im Fernsehen.

1993 gestaltet Eberhard Schoener die Eröffnungsfeier der Leichtathletik -Weltmeisterschaft in Stuttgart. Er verwirklicht seinen Traum von einem Weltkonzert. Über ein Jahr bereitet Eberhard Schoener dieses Ereignis vor. Musiker in fünf Kontinenten spielen gleichzeitig zusammen mit den Musikern auf fünf Bühnen im Gottlieb Daimler Stadion. Aus Bali ist wieder das Gamelan Orchester von Saba& Pinda des Fürsten Agung Raka dabei, in Australien trifft Eberhard Schoener David Hudson, der stolz auf seine Aborigines Abstammung ist und ihn mit in sein Dorf nimmt. David Hudson spielt Didgeridoo und tanzt. Sarah Hopkins, die bekannteste Avantgarde-Musikerin Australiens, begleitet das Didgeridoo mit ihren Trommeln und Röhren, deren Schwingungen einen sirrenden Ton hervorrufen. In Salvador di Bahia singt Margarete Menezes zu den Rhythmen, die Carlinhos Brown schlägt, begleitet von Armandinho Macedo, dem berühmtesten Mandolinenspieler in Brasilien. Und Nassser Kalido, Sänger, wird zusammen mit drei weiteren ägyptischen Musikern in Kairo von der Zitadelle aus zugeschaltet. Die zeitlichen Verzögerungen bei der Übertragung hat Eberhard Schoener in seine Weltkomposition einbezogen. Zwei Satelliten sind nötig, um alle Informationen zu übermitteln. Es ist das erste Weltkonzert dieser Art, in dem nicht nacheinander, sondern simultan musiziert wird. Die bislang größte logistische Herausforderung all seiner Projekte.

Schoeners Oper im Netz
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