Portrait Oper Musik/ Elektronik
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1972 - 1989
Cold Genius
Palazzo dell Amore
Beleza Negra
Eine Rache
Virtopera
1995

Cold Genius

Musik: Eberhard Schoener, Libretto: Alec Cuddeback/ Eberhard Schoener

Im Dezember 1982 engagierte Eberhard Schoener Klaus Nomi zu einer seiner Klassik-Rock-Nächte. Die Eigenart seines Vortrags bestand darin, klassische Opernmusik und Schlagermusik der 30er Jahre in der Art eines Countertenors zu singen.
Eberhard Schoener Klaus Nomi nochmals in New York und sah, wie Nomi dort in die Fänge des amerikanischen Managements geraten war. Nach dem Konzert in München besuchte Eberhard Schoener ihn zweimal in New York, wo Klaus Nomi noch immer in ärmlichsten Verhältnissen in Lower East Side lebte. Am 6. August 1983 starb er in New York an Aids. Kurz nach seinem Tode wurde er in Europa und Amerika zur Kultfigur.

Die Oper „Cold Genius“ beschreibt die letzten Stunden seines Lebens und seinen Wunschtraum, einmal auf einer Opernbühne zu singen. In einer Virtual-Reality-Situation fordert der Agent (Laurence Gien) Klaus Nomi auf, seinen Traum zu verwirklichen und –als Cupido- mit Cold Genius (Kurt Moll) das berühmte Duett aus der Oper „King Arthur“ von Purcell zu singen. Es entstehen mehrere Ebenen. Klaus Nomi begreift die verschiedenen Situationen nicht mehr. Der Agent inszeniert eine Duell-Szene zwischen Klaus Nomi und Cold Genius, an deren Ende Klaus Nomi den Operntod stirbt. Aber stirbt er wirklich? What’s reality? Diese Frage ist das Leitmotiv der Oper.
Der Agent nimmt die Fernbedienung des Fernsehers und zappt die beiden Protagonisten (Cold Genius und Klaus Nomi) weg. Er gibt sich als „Agent des Todes“ zu erkennen („The Agent of Death, Mainstreet ....“), um sich danach ebenfalls wegzuzappen. Nur der Bildschirm bleibt an, und Klaus Nomi sieht nun in einer (seiner) anderen Realität seinen Operntraum verwirklicht.
Geoge Kochbek
Kurt Moll
Schoeners Oper im Netz
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